Zu große Verpackungen: Neue Verpackungsverordnung will „Luftnummern“ vermeidenHaben Sie sich auch schon mal über so eine „Luftnummer“ geärgert oder zumindest gewundert? Sie haben etwas Kleines online bestellt, zum Beispiel einen USB-Stick, und der kommt dann in einem viel zu großen Paket an, am besten noch gefüllt mit Luftpolstern oder Styropor. Das geht besser und mit weniger Material, findet auch die EU. Mit der Verpackungsverordnung hat sie unter anderem für den Onlinehandel neue Vorgaben geschaffen. Im Beitrag spricht dazu Sabine Egidius vom Verband der Wellpappen-Industrie: |
Länge: 1'02" Autor: Andreas Suckel Sprecher: Andreas Suckel
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<Anmoderationsvorschlag:>
Haben Sie sich auch schon mal über so eine „Luftnummer“ geärgert oder zumindest gewundert? Sie haben etwas Kleines online bestellt, zum Beispiel einen USB-Stick, und der kommt dann in einem viel zu großen Paket an, am besten noch gefüllt mit Luftpolstern oder Styropor. Das geht besser und mit weniger Material, findet auch die EU. Mit der Verpackungsverordnung hat sie unter anderem für den Onlinehandel neue Vorgaben geschaffen und setzt klare Grenzen. Ein Beitrag von Andreas Suckel:
<Sprecher:>
Ab dem 1. Januar 2030 dürfen Versandverpackungen nur noch höchstens 50 Prozent Leerraum aufweisen, um Ressourcen zu sparen und das Klima zu schützen. Die Hersteller von Wellpappe unterstützen diese neue Regelung, erklärt Sabine Egidius vom Verband der Wellpappen-Industrie:
<O-Ton Sabine Egidius:>
Für die Umsetzung kann sich der Handel auf die Wellpappenindustrie verlassen, die bereits seit Jahrzehnten flexible Verpackungslösungen anbietet und neu entwickelt. Das können wandlungsfähige Formate sein, die sich schnell auf das jeweilige Volumen zuschneiden lassen – oder sogar perfekt maßgeschneiderte Verpackungen.
<Sprecher:>
Bei optimaler Abstimmung der Verpackung auf Produkt und Transportweg wird dann auch zusätzliches Polster- oder Füllmaterial aus Kunststoff unnötig.
<O-Ton Sabine Egidius:>
Und später kann die Wellpappe dann vollständig in die Altpapiersammlung gegeben werden. Die Recyclingquote liegt in Deutschland bei 95,3 Prozent und die Papierfasern lassen sich über 20-mal recyceln. Aus diesem Stoffkreislauf können wieder neue platzsparende Verpackungen entstehen, die dann „Luftnummern“ vermeiden.
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