Schneepflug und Salzstreuer für freie Straßen: E-Mobilität im WinterDie ersten Wintereinbrüche haben wieder einmal vor Augen geführt, wie wichtig der Winterdienst ist, damit der Straßenverkehr reibungslos funktionieren kann. Außer Frage steht dabei der Nutzen von Streusalz. Bei tiefen Temperaturen wird mit dem sogenannten Feuchtsalz Glätte bekämpft. Sole, also reine Salzlösung, wird dagegen vorbeugend eingesetzt, um erst gar keine Reifglätte entstehen zu lassen. Woran die Verantwortlichen im Winterdienst jetzt arbeiten, ist, welche Fahrzeuge man einsetzt. Im Beitrag spricht dazu Prof. Dr. Thorsten Cypra. Experte für das Fachgebiet Straßen- und Verkehrswesen. |
Länge: 1'24" Autor: Andreas Schulte Sprecher: Andreas Schulte
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<Anmoderationsvorschlag:>
Die ersten Wintereinbrüche haben wieder einmal vor Augen geführt, wie wichtig der Winterdienst ist, damit der Straßenverkehr reibungslos funktionieren kann. Außer Frage steht dabei der Nutzen von Streusalz. Bei tiefen Temperaturen wird mit dem sogenannten Feuchtsalz Glätte bekämpft. Sole, also reine Salzlösung, wird dagegen vorbeugend eingesetzt, um erst gar keine Reifglätte entstehen zu lassen. Woran die Verantwortlichen im Winterdienst jetzt arbeiten, ist, welche Fahrzeuge man einsetzt. Mehr dazu von Andreas Schulte.
<Sprecher:>
Die E-Mobilität ist im Winterdienst längst angekommen. Eine Herausforderung sind die großen Fahrzeuge: Lkw mit drei Achsen, einem Schneepflug vorne und einem Salzstreuer hinten. Denn zum einen gibt es hier am Markt nur eine überschaubare Anzahl von Modellen und zum anderen stellt die Arbeit im Winterdienst besondere Herausforderungen, z.B. an die Akku-Kapazität.
<O-Ton Prof. Dr. Thorsten Cypra:>
Wenn wir über mehrere Tage anhaltende Schneefälle haben, müssen die Fahrzeuge ja rund um die Uhr bewegt werden, das heißt, da haben wir keine großen Zeitfenster auf, bei denen wir dann die Fahrzeuge laden können.
<Sprecher:>
Erklärt Prof. Dr. Thorsten Cypra. Er ist an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes für das Fachgebiet Straßen- und Verkehrswesen verantwortlich. Erste Tests von
E-Lkw in Bayern zeigen, dass man z.B. mit einer Akkuladung trotz tiefer Temperaturen eine
70-Kilometer-Runde drei Mal fahren kann. Warum werden dann E-Fahrzeuge noch nicht flächendeckend eingesetzt? Hier spielen natürlich die nötigen Investitionen eine Rolle, aber nicht nur die…
<O-Ton Prof. Dr. Thorsten Cypra:>
Wie sieht es eigentlich mit der Ladeinfrastruktur aus? Denn die Meisterei-Gehöfte, die sind ja meistens nicht irgendwo im Industriegebiet, wo gegebenenfalls genügend Energie bereitgestellt werden könnte, und das ist sicherlich auch nochmal eine ganz große Herausforderung, wenn eben nicht nur ein LKW, sondern eben parallel vier LKW geladen werden müssen innerhalb kurzer Zeit.
<Sprecher:>
Investitionen in Ladeinfrastruktur lohnen sich. Schon in fünf Jahren könnten die Gesamtkosten, so eine aktuelle Studie, bei einem E-LKW im Vergleich zum Diesel um 7 Prozent niedriger liegen.
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