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Umfrage: An welche humanitäre Katastrophe 2019 erinnern Sie sich?

Dürren, Wirbelstürme oder die Entwicklungen in Syrien - Naturkatastrophen und kriegerische Auseinandersetzungen bringen Millionen Menschen täglich in Not. Die Medien berichten regelmäßig darüber, doch was bleibt davon eigentlich bei den Menschen hängen? Das wollte jetzt eine aktuelle Umfrage herausfinden und fragte nach den Krisen in 2019. Über 2.000 Teilnehmer wurden befragt, welche humanitären Katastrophen sie im letzten Jahr wahrgenommen haben. Zu den Ergebnissen spricht im Beitrag Manuela Roßbach von
Aktion Deutschland Hilft.

Länge: 1'22''   Autor: Andreas Suckel   Sprecher: Andreas Suckel

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Manuskript

<Anmoderationsvorschlag:>
Dürren, Wirbelstürme oder die Entwicklungen in Syrien - Naturkatastrophen und kriegerische Auseinandersetzungen bringen Millionen Menschen täglich in Not. Die Medien berichten regelmäßig über diese Geschehnisse, doch was bleibt davon eigentlich bei den Menschen hängen? Das wollte jetzt eine aktuelle Umfrage herausfinden und fragte nach den Krisen in 2019. Andreas Suckel hat die Ergebnisse für Sie:


<Sprecher:>
Über 2.000 Teilnehmer wurden befragt, welche humanitären Katastrophen sie im letzten Jahr wahrgenommen haben. Auftraggeberin der YouGov-Umfrage ist Aktion Deutschland Hilft, ein Bündnis aus 23 deutschen Hilfsorganisationen. Manuela Roßbach ist geschäftsführende Vorständin:

<O-Ton Manuela Roßbach:>
Im März hinterließ der Zyklon Idai in Mosambik, Malawi und Simbabwe eine große Verwüstung und forderte 1.000 Menschenleben. Hier gaben drei Viertel der Befragten an, nichts oder nur wenig davon mitbekommen zu haben. Ähnlich ist es beim Bürgerkrieg im Jemen, den nur die Hälfte der Befragten wahrgenommen hat. Nach fünf Jahren Bürgerkrieg brauchen dort 24 Millionen Menschen Hilfe. Und auch die Situation der verfolgten Rohingya scheint in der Nachrichtenflut untergegangen zu sein: 61 Prozent kannten sie nicht.

<Sprecher:>

Eine Ausnahme bildet der Krieg in Syrien, den 78 Prozent der Befragten wahrgenommen haben:

<O-Ton Manuela Roßbach:>
Es verging 2019 kaum eine Woche, in der die Medien nicht darüber berichtet haben. Meist ging es dabei aber um die militärischen und politischen Entwicklungen, weniger um die betroffenen Kinder, Frauen und Männer. Das erklärt sicherlich auch, warum im letzten Jahr relativ wenig für die humanitäre Hilfe in Syrien gespendet wurde. Das politische Tauziehen verdrängt die menschliche Not und den großen Bedarf an Hilfsmaßnahmen.

<Sprecher:>

Mehr Infos auf aktion-deutschland-hilft.de

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