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Fotos, Texte & Co über Soziale Medien teilen: Der Rechtstipp Urheberrecht im Internet

Ob Fotos, Musik, Filme oder Texte - wenn ich die mit anderen zum Beispiel über die Sozialen Medien teilen möchte, gibt es da diese wunderbare Funktion "Kopieren und Einfügen". Allerdings heißt es hier aufpassen, sonst gibt es vielleicht Post vom Rechtsanwalt. Worauf Ihre Hörer beim so genannten "Urheberrecht im Internet" achten sollten und was erlaubt ist und was nicht, fasst im Service-Beitrag der Fachanwalt Brian Scheuch zusammen.

Länge: 1'17''   Autor: Andreas Suckel   Sprecher: Andreas Suckel

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<Anmoderationsvorschlag:>
Ob Fotos, Musik, Filme oder Texte - wenn ich die mit jemand anderem zum Beispiel über die Sozialen Medien teilen möchte, gibt es da diese wunderbare Funktion "Kopieren und Einfügen". Praktischer geht es wirklich nicht. Allerdings heißt es hier aufpassen, sonst gibt es vielleicht Post vom Rechtsanwalt. Worauf Sie beim so genannten Urheberrecht im Internet achten sollten und was erlaubt ist und was nicht, fasst Kollege Andreas Suckel für Sie zusammen:


<Sprecher:>
Das Urheberrechtsgesetz schützt Werke der Literatur, Wissenschaft und Kunst, die allerdings eine gewisse Schöpfungshöhe aufweisen müssen. Was das bedeutet, erklärt Brian Scheuch, Partneranwalt von Roland Rechtsschutz:

<O-Ton Brian Scheuch:>
Ein gezeichnetes Strichmännchen zum Beispiel hat sicher nicht die notwendige Schöpfungshöhe, das kann aber beispielsweise bei einer umfangreichen Gebrauchsanweisung schon wieder ganz anders sein. Ganz wichtig ist das Thema Fotos, die grundsätzlich urheberrechtlich geschützt sind, egal ob ein Selfie oder ein bloßes Foto vom Fußboden.

<Sprecher:>

Wer Bilder, Texte und Videos auf Social-Media-Plattformen veröffentlichen will, braucht die Zustimmung der Rechteinhaber. Dazu muss eine Nutzungslizenz vom Urheber erworben werden.

<O-Ton Brian Scheuch:>
Aufpassen heißt es auch bei Datenbanken, bei denen man lizenzfreie Bilder kostenlos herunterladen kann. Hier bleibt immer ein Risiko, dass das Werk von einer Person hochgeladen wurde, die nicht über ausreichende Rechte verfügt.

<Sprecher:>

Nichts gemacht und trotzdem liegt eine Abmahnung im Briefkasten? Hier rät der Rechtsanwalt: Keine Panik!

<O-Ton Brian Scheuch:>
Ersteinmal Ruhe bewahren und auf keinen Fall überstürzt handeln. Vor allem keine Unterlassungserklärung blind unterschreiben, da damit eine Vertragsstrafe einhergeht. Es gibt heutzutage viele Abmahner, die versuchen, hohe Vertragsstrafen geltend zu machen. Im Zweifel sollte man am besten seinen Rechtsschutz-Versicherer oder einen Rechtsanwalt befragen.

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