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Grillfest im Garten oder Sommerparty auf dem Balkon: Der Rechtstipp Ruhestörung

Ob ein Grillfest im Garten oder die Party in der Wohnung mit Balkon: Die Sommerzeit ist oft auch Partyzeit. Und wenn dann bis spät in die Nacht und laut gefeiert wird, kann das schon mal den Nachbarn auf die Nerven gehen. Was hier in Sachen Ruhestörung zu beachten ist und welche Rechte und Pflichten es gibt, erklärt im Service-Beitrag Rechtsanwalt Henning Meyersrenken.

Länge: 1'22''   Autor: Andreas Suckel   Sprecher: Sven Hillesheim

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Manuskript

<Anmoderationsvorschlag 1:>
Ob ein Grillfest im Garten oder die Party in der Wohnung mit Balkon: Die Sommerzeit ist oft auch Partyzeit. Und wenn dann bis spät in die Nacht und laut gefeiert wird, kann das schon mal den Nachbarn auf die Nerven gehen. Falls Sie eine Party planen sollten: Mein Kollege Sven Hillesheim hat recherchiert, was bei einer Ruhestörung rechtlich zu beachten ist:


<Sprecher:>
Um nächtliche Ruhestörungen zu vermeiden, hat der Gesetzgeber eine klare Regel festgelegt. Dazu Henning Meyersrenken, Partneranwalt von Roland Rechtsschutz:

<O-Ton Henning Meyersrenken:>
Die gesetzliche Nachtruhe gilt von 22 Uhr bis 6 oder 7 Uhr. In dieser Zeit müssen alle Geräusche auf Zimmerlautstärke reduziert werden. Für die Mittagsruhe gibt es bisher keine einheitliche Regelung und an Sonn- und Feiertagen gilt eine ganztägige Ruhezeit.

<Sprecher:>

So weit, so gut. Doch was tun, wenn trotzdem auch noch um 23 Uhr der Bass aus der Nachbarwohnung wummert?

<O-Ton Henning Meyersrenken:>
Sprechen Sie erstmal mit Ihrem Nachbarn und bitten Sie ihn am besten freundlich darum, leiser zu sein. Hilft das nichts, können Sie die Polizei verständigen: Die ermahnt zunächst den Nachbarn. Bringt das nichts, kann sie beim nächsten Mal die Musikanlage einziehen und im schlimmsten Fall auch ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro verhängen.

<Sprecher:>

Bedeutet das denn jetzt, dass ich ab 22 Uhr in meiner Wohnung auf Zehenspitzen gehen muss? Und was ist mit kleinen Kindern?

<O-Ton Henning Meyersrenken:>
Natürlich dürfen Sie sich jederzeit frei in Ihrer Wohnung bewegen, die Toilettenspülung benutzen oder die Rollläden herunterlassen. All‘ das gehört zum normalen Gebrauch und ist deshalb gestattet. Das Gleiche gilt für Lärm durch Kinder, dennoch sollten Eltern dafür sorgen, dass der während der gesetzlichen Ruhezeiten nicht ausartet, da sie im Rahmen der Aufsichtspflicht für ihre Kinder einstehen müssen. Auch hier hilft - wie immer im Leben - gegenseitige Rücksichtnahme und Verständnis.

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