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Weltflüchtlingstag 20. Juni: 80 Millionen Betroffene, Klimawandel immer häufiger Ursache

Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag. Der Tag ist den Menschen gewidmet, die vor Naturkatastrophen, Krieg, oder Verfolgung fliehen müssen. Die Zahl dieser Menschen in Not ist weiter gestiegen und liegt jetzt bei über 80 Millionen. Und vor allem eine Ursache für Flucht spielt eine immer größere Rolle: der Klimawandel. Er verursacht Dürren, Überschwemmungen oder Wirbelstürme, wodurch Menschen weltweit ihre Lebensgrundlage verlieren. Im Beitrag spricht dazu Manuela Roßbach vom Hilfsbündnis „Aktion Deutschland Hilft“.

Länge: 1'21"   Autor: Andreas Suckel   Sprecher: Andreas Suckel

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Heute / morgen / am Sonntag /am 20. Juni => ist Weltflüchtlingstag, ins Leben gerufen von den Vereinten Nationen. Der Tag ist den Menschen gewidmet, die vor Naturkatastrophen, Krieg, oder Verfolgung fliehen müssen. Die Zahl dieser Menschen in Not ist weiter gestiegen und liegt jetzt bei über 80 Millionen. Und vor allem eine Ursache für Flucht spielt eine immer größere Rolle: der Klimawandel. Ein Beitrag von Andreas Suckel:


<Sprecher:>
Durch den Klimawandel gibt es immer häufiger Dürren, Überschwemmungen oder Wirbelstürme, wodurch Menschen weltweit ihre Lebensgrundlage verlieren. Manuela Roßbach vom Hilfsbündnis „Aktion Deutschland Hilft“ nennt zwei Beispiele:

<O-Ton Manuela Roßbach:>
Weil der Meeresspiegel ansteigt, werden zum Beispiel in Ländern wie Vietnam oder Bangladesch immer mehr Ackerflächen durch das salzige Wasser zerstört. In der afrikanischen Sahelregion dagegen kämpfen die Menschen mit jahrelangen Dürren, immer mehr Land wird dort zur Wüste.

<Sprecher:>
Die durch den Klimawandel entstehende Wasser- und Nahrungsmittelknappheit löst nicht selten einen weiteren Fluchtgrund aus:

<O-Ton Manuela Roßbach:>
Wenn Menschen Hunger leiden und in Armut leben, sind sie anfälliger für terroristische Strömungen. So kommt es häufiger zu Konflikten oder Kriegen, die die Menschen ebenfalls dazu zwingen, alles aufzugeben und zu fliehen.

<Sprecher:>
Experten schätzen, dass bis 2050 bis zu 200 Millionen Menschen vor den Folgen des Klimawandels fliehen müssen. „Aktion Deutschland Hilft“ setzt deshalb mit seinen über 20 Organisationen auch auf vorsorgende Hilfsmaßnahmen:

<O-Ton Manuela Roßbach:>
Durch Katastrophenvorsorgeprojekte unterstützen wir die Menschen in Risikogebieten, sich auf Wetterextreme vorzubereiten: Unsere Bündnisorganisationen schulen zum Beispiel Kleinbauern darin, ihren Obst- und Gemüseanbau an das Klima anzupassen, errichten Wasserspeicher oder pflanzen Mangroven zum Schutz vor Überschwemmungen.

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